Samstag, 1. März 2014

Jill's Kastration

Lange habe ich überlegt, was für uns und unsere Lebenssituation das Beste ist. Goofy, mein Jack Russel Terrier wird in 3 Monaten 15 Jahre alt und ich wollte ihm keine Kastration mehr zumuten. Der Chip für Rüden hat mich auch nicht überzeugt, da es dabei nicht sofort zu einer Hormonumstellung kommt. Trennen kann ich die Hunde auch nicht, schon gar nicht für 3 Wochen. Mit meinem Tierarzt habe ich lange jedes Für und Wider besprochen und wir haben uns dann am Ende doch für die Frühkastration bei Jill entschieden, um einen Welpenwurf sicher zu verhindern.

Am 24. Februar 2014 un 11:00 Uhr hatte Jill ihren OP-Termin. Zuerst wurde ihr eine Braunüle gelegt, in die ihr sämtliche Mittel gespritzt wurden. Jill war sehr tapfer und hat noch nicht einmal gejammert. Nach einem Kreislaufmittel mussten wir ein paar Minuten warten. Dann ging alles ganz schnell. Jill bekam zur Beruhigung Valeron gespritzt und zum Einschlafen Methadon. Noch während der Doktor das Methadon langsam in die Vene schob und mit beruhigender Stimme auf meine kleine Prinzessin einredete, wurde Jill immer schlaffer und schlief tief und fest ein.
Dann verabschiedete ich mich für die Dauer der OP.

Der erlösende Anruf kam schon 40 Minuten später. Der Eingriff war gut verlaufen und ich konnte meine Maus wieder abholen, sie hatte schon den Kopf gehoben. Noch ziemlich fertig von der Narkose ging es dann ab nach Hause, wo ich Jill schon ihren Laufstall vorbereitet hatte und sie sicher und in aller Ruhe, in ihrer gewohnten Umgebung aufwachen konnte.


Um 12:00 Uhr waren wir also schon wieder zu Hause. Jill schlief sehr unruhig, wurde immer mal wieder wach und schaute wohl wo sie war, um direkt wieder einzuschlafen. Gegen 14:00 Uhr hatte sie dann etwas längere Wachphasen. Sie hatte dann das erste mal wieder getrunken und schlief dann nochmal bis 15:30 Uhr. Dann war sie aber wieder relativ fit. Sie schwankte nicht einmal beim Aufstehen. Endlich um 16:00 Uhr konnte sie zum ersten mal, seit Sonntag Mittag wieder etwas essen. Jill war total ausgehungert, wenn man bedenkt, dass sie soooo gerne frisst, was man ihr gar nicht ansieht, zum Glück :) Jedenfalls hat sie erstmal richtig reingehauen ;)


Danach ging sie auf ihr Notfallklo auf dem Balkon und lag dann schon wieder neben mir auf der Couch und ruhte sich weiter aus. Abends machten wir dann mit Goofy unseren ersten kleinen Spaziergang.

Am nächsten Tag merkte man gar nicht mehr, dass Jill eine frische OP hinter sich hatte. Sie benahm sich wie immer. Manchmal zu wild und ich musste sie dann in ihrem Eifer bremsen. Es ist für mich wirklich faszinierend, wie Tiere so etwas wegstecken. Nachmittags waren wir dann nochmal beim Tierarzt zur Wundheilungskontrolle. Die Narbe sah toll aus, gar nicht frisch, nicht gerötet und sie nässte auch überhaupt nicht. In 10 Tagen ist dann die Abschlusskontrolle.

Und hier noch ein paar Fotos von den Tagen nach der OP. Bis heute ist sich Jill nicht einmal an ihre Narbe gegangen und die OP ist nun schon 5 Tage her. Aber den Body ziehe ich ihr vorsichtshalber doch lieber an.