Jill kommt ursprünglich aus einem Haushalt mit Garten. Sie hat schon früh, im Alter von 8 Wochen, gelernt sich zu melden, indem sie zur Terrassentür lief. Der Vorbesitzer brauchte also nur noch die Tür öffnen und den Hund auf seinen Löseplatz im Garten setzen. Natürlich passiert auch unter diesen einfachen Umständen hin und wieder mal ein kleines Malheur.
Jetzt wohnt Jill aber in einer Wohnung im 2. Obergeschoss. Wenn sie wirklich dringend ihr "business" erledigen muss, kann ich sie nicht einfach vor die Tür setzen. Wichtige Minuten verstreichen alleine dadurch, dass ich mir bei diesem Wetter (Herbst/Winter) erstmal eine Jacke überwerfen, Jill anleinen und den langen Weg durchs Treppenhaus muss, um sie dann endlich auf die Wiese setzen zu können, wo sie sich lösen kann.
Um diese Zeit gut und ergiebig zu nutzen kann eine Welpentoilette sehr von Vorteil sein. Allerdings sollte man den Welpen trotzdem alle zwei Stunden, nach jeder Mahlzeit, wenn er wach wird und nach langen Spielphasen nach draußen auf seinen gewohnten Löseplatz bringen.
Da ein Hundebaby noch so eine kleine Blase hat, läuft nach dem Trinken ziemlich schnell wieder alles unten raus. Es dauert einige Zeit, bis die Blase groß genug ist, um eine größere Menge Wasser aufnehmen zu können und der Welpe seine Schließmuskeln selber kontrollieren kann.
Nach einer Mahlzeit scheidet der Welpe innerhalb der nächsten 30 Minuten sein Futter wieder aus.
Dieses Wissen kann man nutzen und den Hund entsprechend auf seinen Löseplatz bringen. Sollte es doch einmal daneben gehen oder man schafft es einfach nicht so schnell nach draußen, setzt man den kleinen Stinker auf die Welpentoilette. Wenn sich das Hundebaby, so wie Jill, auf der Wiese sofort löst, kann man etwas Laub oder Gras vom Löseplatz dort hineinlegen. Durch den Geruch wird er angeregt und sucht eher diesen Platz auf. Natürlich muss sich der Welpe erst daran gewöhnen, dass er nur dort oder draußen seine "Geschäfte" abwickeln darf. Deshalb muss man den Zeitplan genau einhalten und dabei sehr konsequent sein.
Jill ist nun schon vier Wochen bei mir und es geht trotzdem immer noch etwas daneben. Man darf sich nur nicht entmutigen lassen und es auf keinen Fall persönlich nehmen. Jeder Hund braucht dafür seine Zeit, der eine mehr und der andere weniger.
